Die Rosen-Methode® ist eine Form der Körperarbeit, die darauf abzielt, körperliche und emotionale Spannungen zu lösen. Eine achtsame Berührung verspannter
Muskelregionen ermöglicht Entspannung und kann dazu beitragen, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Alles, was wir in unserem Leben erfahren, prägt uns und unseren Körper. Unsere Muskelspannung, unser Atem, unsere Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten, unser
Empfinden und unsere Gefühle stehen in direkter Verbindung zueinander. Durch das Bewusstwerden dieser Zusammenhänge entsteht die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen und dem Leben
unbeschwerter und freier zu begegnen. Die sanften Berührungen werden von einer nicht-wertenden verbalen Kommunikation begleitet. Diese hilft dabei, mit sich selbst in Kontakt zu kommen, sich zu
spüren, sich mit inneren Empfindungen und Emotionen zu verbinden. Auf diese Weise können Spannungen im Körper gelöst werden. Durch das Loslassen entsteht Öffnung und Raum, sowohl auf körperlicher
als auch auf emotionaler Ebene. Die Gefühlsebene wird miteinbezogen; es ist ein liebevolles Annehmen, von dem, was sich gerade zeigen möchte.
Die Idee dahinter, ist den Körper so zu berühren, dass dabei die Seele erreicht werden kann
Rosen-Methode® wird auf einer Liege ausgeübt. Der Körper wird anfangs mit einem Laken bedeckt. Die Teile des Körpers, die gerade nicht berührt werden, werden
weiterhin abgedeckt. Währenddessen kann gesprochen werden, um die innere Wahrnehmung zu unterstützen.
Die Methode wurde nach ihrer Begründerin Marion Rosen benannt. Diese wurde 1914 in Nürnberg geboren, sie war Physiotherapeutin und musste aufgrund ihrer jüdischen Abstammung Deutschland 1938 verlassen. Ihr Weg brachte sie über Schweden in die USA, wo sie 2012 verstarb. Im Lauf ihrer Berufspraxis entwickelte sie ihren eigenen Berührungsansatz, der sich auf das Zusammenspiel von Muskelspannung, Atem, Gefühle, Empfindungen konzentrierte und von einer wohlwollenden Haltung geprägt war. Sie wurde 97 Jahre alt und praktizierte noch bis ins hohe Alter.